Das kleine Sommersternbild Füchschen (Vulpecula) liegt versteckt zwischen Schwan (Cygnus) und Pfeil (Sagitta), etwa mittig in der großen Dunkelwolke, die die Milchstraße in dieser Region spaltet. Wie auch der Fuchs in der freien Wildbahn ist auch sein Namensvetter am Himmel nich leicht zu entdecken. Besser sichtbar ist der offene Sternhaufen Collinder 399 (Cr 399). Seinen Beinamen verdankt er der markanten Anordnung seiner heillsten Sonnen: Sechs nahezu gleich helle Sterne bilden eine Linie - den Bügel - und vier weitere Sterne darunter den Haken. So zeigt das Fernglas das Bild eines verkehrtherum hängenden Kleiderbügels. Lediglich im umkehrenden Teleskop kommen Sie in den Genuss des Anklicks, den Sie von Ihrer Garderobe gewohnt sind. Der persische Astronom Al-Suffi beschrieb das Sternmuster bereits im 10. Jahrhundert als kleine Wolke. Aber erst der Schwede Per Collinder nahm den Kleiderbübelhaufen mit der offiziellen Bezeichnung in seien Katalog auf. Besonders eindrucksvoll wirkt der Haufen im 7 x 50- oder 10 x 50-Fernglas. Sie finden ihn schnell auf etwa einem Drittel der Strecke von Altair im Adler (Aquila) zu Wega in der Leier (Lyra). Siehe Aufsuchkarte im rechten Bild. Allerdings ist bei höheren Vergrößerungen seine charakteristische Form nicht mehr erkennbar. (Quelle: Astronomie Heute 10/2006) |
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