Beobachtung mit dem Fernglas - M 39: Herbstliche Vorhut

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Sternhaufen wie M39 sind ideale Objekte für das Fernglas
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© Astronomie Heute 09/2007 - Foto von Eckhard Slawik

Die Spätsommernächte sind die ideale Beobachtungszeit für die ersten Vertreter der offenen Sternhaufen des Herbstes, zu den M39 und auch h und chi Persei zählen.
Sie finden M39 mitten in der Sommermilchstraße des Schwans. Bei einem "Spaziergang" durch diese wunderbar strukturierte Region werden Sie förmlich über M39 stolpern. Starten Sie bei Deneb, der den Schwanz des Schwans und die Spitze des Sommerdreiecks markiert. Gut neun Grad nordöstlich, in Richtung des Sternbilds Kepheus, taucht die lockere, aber vergleichsweise helle Verdichtung von M39 im Gesichtsfeld Ihres Feldstechers auf.
Auf den ersten Blick ist dieser Sternhaufen eher unscheinbar, er vermag jedoch bei längerem Verweilen zu fesseln. Auffällig ist der starke Kontrast zu dem mit schwachen Sternen übersäten Hintergrund, dadurch scheint die Ansammlung fast vor der Milchstraße zu schweben.
Eine Vergrößerung von zehnfach ist ausreichend um M39 in einzelne Sterne aufzulösen. In einem Fernglas mit 50 mm Öffnung sind dann schon 20 bis 30 Sonnen sichtbar, von denen die hellsten dem Haufen eine deutliche dreieckige Form verleihen. Sein Alter wird auf - kosmisch recht junge - 360 Millionen Jahre geschätzt, seine Entfernung beträgt ungefähr 1000 Lichtjahre. (Quelle: Astronomie Heute 9/2007)


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