Beobachtung mit dem Fernglas - Sechs Richtige im Sommerlotto


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© Eckhard Slavik - Astronomie Heute 7-8 / 2007
Die Sommermonate sind diejenigen, in denen das Sternbild Schütze (Sagittarius, Sgr) am höchsten über den Horizont klettert. Hier blicken wir auf den hellsten und breitesten Teil der Milchstraße, wo auch das Zentrum unserer Galaxis liegt.
Die Anzahl der sichtbaren Deep-Sky-Objekte ist in dieser Region ist außerordentlich hoch. Es sind Objekte mit so viel versprechend klingenden Namen wie Lagunen-, Omega und Trifidnebel. Somit hat man ausgezeichnete Voraussetzungen gleich "sechs Richtige" zu erwischen.
Den ersten Treffer landet man im benachbarten Sternbild Schlange: M15, ein offener Sternhaufen, der im Fernglas gut zwei Dutzend Sterne zeigt. Nur wenig weiter südlich wird M17, der Omega- oder Schwanennebel sichtbar. M24, die kleine Schützenwolke wirkt im Feldstecher gigantisch. Die beiden nächsten Ziele, M21, ein kleiner offener Sternhaufen, und M20, der Trifidnebel, sehen besonders reizvoll aus, da sie gemeinsam im großen Gesichtsfeld eines Fernglases bewundert werden können. Das letzte Objekt mit der Bezeichnung Lagunennebel, M8, ist ohne weitere Hilfsmittel erkennbar. Eigentlich besteht M8 aus zwei Objekten, einem im Vordergrund stehenden offenen Sternhaufen und dem eigenlichen diffusen Nebel. Das Fernglas löst den Sternhaufen in etwa zwei Dutzend Sonnen auf, die in einem schönen Kontrast zum schwachen Leuchten des Nebls stehen. (Quelle: Astronomie Heute 7-8 / 2007)

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